Neue Eigenschaften TwinCAT 3.1

Neue Eigenschaften TwinCAT 3.1

Einer der vielen Vorteile, die sich aus der Integration von TwinCAT 3 in das Visual Studio® ergeben, ist die Möglichkeit, die aus der IT bekannten Verfahren zur Source-Code-Kontrolle für die Automatisierungstechnik zu nutzen. Komplette Konfigurationen, sowie der notwendige Programmcode, lassen sich einfach verwalten und versionieren. Das TwinCAT Automation Interface stellt eine einfache Schnittstelle zur automatischen Codegenerierung zur Verfügung. Damit lassen sich komplette Konfigurationen für I/O und Motion mit dem passenden Programmcode automatisch generieren. Das TwinCAT Scope ist mit Version 3.1 auch im Visual Studio® integriert. Neue Kanäle lassen sich einfach per Drag-and-drop anlegen. Eine Anbindung an die Source-Code-Verwaltung und an das Automation Interface ist direkt integriert.

Im Core-Isolation-Modus von TwinCAT 3.1 lassen sich in Multicore-CPUs einzelne Kerne für die exklusive Nutzung von TwinCAT reservieren. Zudem werden neben den 32-Bit-Betriebssystemen auch 64-Bit- und CE-Versionen als Plattform für die TwinCAT Runtime unterstützt.

TwinCAT Scope

Bei TwinCAT 3.1 ist das Scope mit Konfiguration und Anzeige komplett im Visual Studio® integriert. Die Scope-Konfiguration wird als ein eigenes Measurement-Projekt verwaltet. Die Anbindung an das Automation Interface und die Sourcecode-Verwaltungstools ist bereits vorhanden.

Neue Funktionen des TwinCAT 3.1 Build 4024

  • allgemeine neue Eigenschaften
    • Integration der Visual Studio 2017 Shell (TcXaeShell)
    • neue Startseite mit neuem RSS Feed mit TwinCAT Infos
  • Variantenmanagement
    • einfache Konfiguration von Maschinenvarianten
    • variantenspezifisches De-/Aktivieren von Komponenten
    • variantenspezifisches Parametrieren
    • abgebildet durch ‚bedingte Kompilierung‘ in der SPS
  • Multi-User in der SPS
    • Mehrere Programmierer können gleichzeitig an einem SPS-Projekt arbeiten.
    • integrierter Workflow
  • Zeitsynchronisation
    • korrigierte Zeitstempel für Datensätze z. B. via NTP-Protokoll
  • neue Eigenschaften in der IO-Konfiguration
    • bessere Übersicht im Mapping-Dialog
    • ‚Go To Definition‘ vom SPS-Prozessabbild in den SPS-Code
  • neue SPS-Eigenschaften
    • Verbesserungen in der Querverweisliste (neuer Filter, Performanceverbesserungen)
    • neues Schlüsselwort: ABSTRACT für abstrakte FB-/Methoden-/Eigenschaftendefinition
    • verbessertes Monitoring von Interfacevariablen
    • Mini-Icons im Solution Tree zeigen Zugriffsmodifizierer
    • ENUMs als Strings in der SPS verfügbar
    • Exception-Handling via TRY-CATCH
    • vereinfachte Kommentierungsfunktion in der SPS
    • ‚Released‘ Flag bei der Bibliothekserstellung
    • bedingte Kompilierung im Deklarationsteil verfügbar (zusätzlich zu Implementierungsteil)
    • Multi-Line-Support in Pragmadeklarationen
    • neues, optionales Speicherformat Base64 für grafische SPS-Objekte
  • neue PLC-HMI-Eigenschaften
    • automatischer Start des PLC-HMI-Clients lokal auf der Runtime
    • dynamische Skalierung für die Bedienelemente der Kategorie Messgeräte
    • Offline-Rotation von Elementen
    • Performanceverbesserungen beim Öffnen von Dialogen
    • automatische Übernahme der Skalierungsoptionen des TargetVisu-Objekts in die Tc3PlcHmi.ini-Datei
  • neue C++-Eigenschaften
    • Austausch von TcCOM-Modulen bei laufender Maschine
    • Repository für Versionierte C++-Projekte
    • neue Art der Signierung von TcCOM-Modulen
  • neue MATLAB®/Simulink®-Eigenschaften
    • Austausch von TcCOM-Modulen bei laufender Maschine
    • neue Art der Signierung von TcCOM-Modulen
  • neuer AML-Datenaustausch
    • basiert auf dem AutomationML-Format
    • bidirektionaler Austausch von I/O-Topologien mit ECAD-Tools
    • inkrementeller Import von I/O-Topologien
    • voll integriert in TwinCAT
  • neu im Safety-Bereich
    • Es können benutzerdefinierte Funktionsblöcke angelegt und beliebig oft instanziiert werden (inklusive GoToDefinition, Online View, Verschachtelung bis zu 2 Ebenen).
    • Mehrfachverwendung von Variablen
    • globale Variablen
    • Auto-Completion bei der Eingabe von Variablen
    • verbesserte Übersicht im Variable Mapping
    • verbesserte Kommentierungsfunktionen
  • neue ADS-Eigenschaften
    • „Secure ADS“-Erweiterung (nutzt TCP-Port 8016): Verschlüsselte ADS-Kommunikation
  • neue Scope-Eigenschaften
    • Projekt Wizard für den einfachen Einstieg in die Scope-Konfiguration
    • neue Single Bar und Digital Charts
    • Dynamic Style für die dynamische Umschaltung der Darstellung in Abhängigkeit von Variablen
    • Shapes: Einblenden von geometrischen Figuren in XY Plots
    • Vision Trigger: fügt Bilder mit Zeitstempel in den Scope Datenstrom ein
    • Headless mode: erlaubt es, den View während der Aufnahme vom Server zu trennen
    • Marker: mit Docking-Funktion an der X-Achse und Beschriftungs-Label
    • integriertes Dictionary mit physikalischen Einheiten
    • Clear Display Option, um das Chart nach Ablauf der Display-Zeit zu leeren

Neue Funktionen des TwinCAT 3.1 Build 4022

Allgemeine Funktionen

  • Multi-Dongle-Unterstützung – Verwendung von mehr als einem TC3-Dongle in einem System möglich
  • automatische Erkennung von TC3-USB-Dongles – keine weitere Dongle-Konfiguration erforderlich
  • Downgrade-Option für TC3-Dongles hinsichtlich der TwinCAT-Leistungsklasse
  • ADS-over-MQTT – zusätzlicher Transportkanal für ADS über MQTT
  • integrierte SPS-Bibliothek TC3_IotBase für das Produkt TF6701 IoT Communication
  • neuer Knoten im Solution Tree „Type System“
  • Austausch von Datentypen zwischen TwinCAT-Projekten per Datei
  • neues .tnzip-Archiv – Archivierung von verschiedenen Projekten in einer Datei (zum Beispiel: TwinCAT-Projekt + Scope-Projekt)

SPS-Funktionen

  • Standalone-SPS: SPS-Projekt kann vom TwinCAT-Projekt separiert werden
  • neues symbolisches Mapping als Basis für Standalone-SPS
  • Mehrere Instanzen desselben SPS-Projekts möglich
  • Zoom-Funktion im Structured-Text-Editor
  • Mit dem Schlüsselwort „region“ können Code-Abschnitte expandiert oder kollabiert werden
  • IntelliSense in CFC
  • Library Manager zeigt spezielles Icon an, wenn eine Version durch einen Platzhalter geändert wird
  • Compiler erkennt Schreibzugriff auf lokalisierte Eingangsvariablen (mit %I*)
  • neue JSON- und XML-Parser

TwinCAT Scope View

  • Neuer Overwrite Mode für das Leeren des Chart-Displays nach Ablauf der Anzeigezeit
  • Neue Option ‘Clear Display for Restart’ und ‘Stop Display Trigger’
  • Neue Oversampling-Unterstützung für Triggerkanäle
  • Neue Werteskalierung im Tooltip für Datenmarkierung
  • Neues ‚Support Information Report‘ Tool